Die meisten Angestellten in Deutschland zahlen im Laufe des Jahres zu viel Lohnsteuer. Dein Arbeitgeber zieht jeden Monat Steuern ab, basierend auf deiner Steuerklasse – aber er weiß nichts von deinem Arbeitsweg, deinem neuen Laptop oder dem Kurs, den du bezahlt hast. Mit der Steuererklärung holst du dir dieses Geld zurück – im Schnitt rund 1.000 € pro Person.

Muss ich eine Steuererklärung abgeben?

Wenn du ganz normal angestellt bist und nur einen Job hast, ist die Abgabe meist freiwillig. Die gute Nachricht: Du kannst bis zu vier Jahre zurückgehen. 2026 kannst du noch für 2022, 2023, 2024 und 2025 einreichen.

In manchen Fällen ist die Abgabe Pflicht – zum Beispiel, wenn du gleichzeitig mehr als einen Arbeitgeber hattest, mehr als 410 € Nebeneinkünfte hattest oder Eltern- bzw. Arbeitslosengeld bezogen hast.

Welche Dokumente brauchst du?

  • Lohnsteuerbescheinigung – deine jährliche Bescheinigung vom Arbeitgeber
  • Belege für Arbeitsmittel wie Laptop, Schreibtisch oder Weiterbildung
  • Mietbescheinigung oder Nebenkostenabrechnung, wenn du haushaltsnahe Dienstleistungen absetzt
  • Versicherungsnachweise (Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, private Rente)
Du musst nicht jeden Steuerbegriff verstehen. Du brauchst nur deine Dokumente – den Rest übersetzen wir.

Was kannst du absetzen?

Die häufigsten Abzüge sind Fahrtkosten (seit 2026 0,38 € pro km ab dem ersten Kilometer; bis 2025 0,30 € für die ersten 20 km und danach 0,38 €), die Homeoffice-Pauschale (6 € pro Tag, bis zu 1.260 € pro Jahr), Arbeitsmittel, Umzugskosten für einen neuen Job und Weiterbildung.

Wie lange dauert es?

Nach der Abgabe über ELSTER braucht das Finanzamt meist 6–12 Wochen. Du bekommst einen Steuerbescheid und die Erstattung wird auf dein Bankkonto überwiesen.

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